Erwin Thoma

Bewusstsein schafft Angstfreiheit - Erwin Thoma im Gespräch mit Jens Lehrich

"Small is beautiful" - in Goldegg in Österreich in der Nähe von Salzburg lebt und arbeitet der Erfolgsautor und Unternehmer Erwin Thoma in den Bergen. Ein kleiner, magischer Ort, das merkt man gleich, wenn man mit den Menschen dort ins Gespräch kommt. Schon an der Rezeption erzählt mir die freundliche Dame von der Naturmedizin, die in Goldegg einen weitaus höheren Stellenwert hat als anderswo. Und dann gesellt sich Erwin Thoma hinzu, der Mann strahlt etwas aus, das uns Stadtmenschen Balsam auf der Seele ist: absolute Verbundenheit mit der Natur. Mit seinen von ihm konzipierten Holzhäusern zeigt er, dass der Stadtmensch heutzutage viel mehr auf die Kraft der Natur setzen sollte. Viele seiner Forschungen stellen das derzeitige Weltbild sogar völlig auf den Kopf. Und Erwin Thoma kann das alles wissenschaftlich beweisen. Seine Häuser brauchen keine Chemie, sind energieautark und machen nachweislich gesund.

Ich habe mit Erwin Thoma ein persönliches Gespräch über die Möglichkeiten geführt, die wir als Menschen haben, um zu einer besseren, friedlicheren und gesünderen Welt zu gelangen. Angstfreiheit und Mut sind dabei zwei wichtige Grundvoraussetzungen. Wie immer freue ich mich über Eure konstruktiven Kommentare.

Weitere Infos zu Erwin Thoma auf www.thoma.at. Dort bekommt Ihr auch eine Übersicht mit allen bisher erschienenen Büchern von Erwin Thoma, die als zusätzliche Lektüre zu diesem Gespräch sehr empfehlenswert sind.

KenFM im Gespräch mit: Erwin Thoma - DIE MACHER

Kapieren, Kopieren, Kooperieren.

Erwin Thoma ist ein Pionier in Sachen Holz. Er baut in 33 Ländern Häuser, die zu 100 % aus Holz gefertigt werden. Seine Konstruktionen sind erdbebensicher. Sie erfüllen deutlich höhere Brandschutzklassen als Häuser aus Stahl und Beton und hinterlassen, weder bei der Produktion, noch bei theoretischem Abriss, das, was man Müll nennt.

Häuser von Erwin Thoma orientieren sich an einer Kreislaufwirtschaft, die den Wald kopiert. Der Wald ist ein komplexer Lebensraum, der sämtliche Materialien selber erzeugt und zu 100 % recycelt. Kann der Mensch dieses System übernehmen?

Ja, das kann er, wenn er das System verstanden hat. Wenn er bereit ist, es zu kopieren und wenn er die Idee dahinter erkennt: Kooperation statt Konfrontation.

Enkelkompatible Wirtschaft und Nachhaltigkeit sind die Zukunft, will der Mensch als Spezies überleben. Ressourcenkriege wie in Middle East wären unnötig, würde man beginnen, komplett auf regenerative Energie umzustellen, würde man vor allem beginnen, Energie zu sparen.

Thoma baut Häuser auch in der Alpenregion mit ihren klirrenden Wintern. Trotzdem kommen seine Gebäude OHNE Heizung aus.
Die Vollholzgebäude kopieren mit ihrer Klimatechnik die Idee von Ameisenhaufen. Strom wird über ein Solardach erzeugt - 100 % autark.

Diese Häuser sind weit mehr als Wohnorte. Sie sind gelebte Friedensbewegung, denn sie machen NATO-Beutezüge nach Gas und Öl unnötig. Aber Thoma ist mehr als ein Volkswirt, der das Jahrhunderte alte Wissen der Holzarbeiter von einst anwendet, um ganze Städte aus Holz zu bauen. Thoma war der jüngste Förster Österreichs. Er lebte zusammen mit seiner Frau im Karwendel-Tal und lernte dort nicht nur, das Wesen der Natur zu erkennen. Er lernte auch, als er regelmäßig eingeschneit über Wochen von der Außenwelt abgeschnitten war, sich selbst zu dechiffrieren - als Mensch.

Sei selber der Wandel, den du sehen willst. Thoma setzt um. Er ist ein Macher und startet damit die KenFM-Serie „Die Macher“, die wir am 1.10.2016 vor dem Kanzleramt angekündigt haben.

KenFM zeigt: Erwin Thoma - Die geheime Sprache der Bäume

Erwin Thoma ist ein Geschenk. Wenn der gelernte Förster und Volkswirt vom geheimen Leben der Bäume erzählt, wenn er dem Laien das hochkomplexe Ökosystem Wald in Details näherbringt, ist das spannender als jeder Krimi.

Erwin Thoma baut in 33 Ländern Holzhäuser, ohne dass dabei Abfall entsteht. Auch kommen seine Holzgebäude ohne Heizung aus. Sie sind energieautark. Das alles geht, da Thoma die Natur kopiert. Dazu musste er sie lange beobachten. Seine Erkenntnis nach jahrzehntelanger Berufserfahrung ist simpel und genial: Kapieren, Kopieren, Kooperieren. So handelt das Ökosystem Wald. Und das seit Millionen von Jahren. Der Mensch, will er als Spezies überleben, tut gut daran, die Botschaft des Waldes auf seinen Umgang mit dem Planeten zu übernehmen.

Wir sind als Menschen noch nicht so lange von den Bäumen runter, als dass es uns unmöglich wäre, sich an das Know-How dieser genialen Giganten wieder neu zu erinnern.

Quellen:
www.thoma.at
https://ahundredmonkeys.de/
https://www.kenfm.de

Bücher:
https://www.thoma.at/buecher/