Dr. Daniele Ganser

Dr. Daniele Ganser im Gespräch: Das Ende aller Kriege (Patrick Reiser 26.06.2020)

Am 26.06.2020 hat der Historiker Dr. Daniele Ganser mit dem veganen Schweizermeister im Natural-Bodybuilding Patrick Reiser über die Themen Krieg und Frieden gesprochen. Im Zentrum des Gesprächs stand Gansers neues Buch „Imperium USA", das Ende April 2020 neu auf den Markt kam. Nach Ansicht vieler haben die USA den stärksten destabilisierenden Einfluss auf das Weltgeschehen und stellen somit die grösste Bedrohung für den Weltfrieden dar (Allensbach 2019, Gallup International 2013). Diese traurige Spitzenstellung hat sich die Weltmacht Nr. 1 nicht von ungefähr erworben. Keine andere Nation hat seit 1945 so viele andere Länder bombardiert und so viele Regierungen gestürzt wie die USA. Sie unterhalten die meisten Militärstützpunkte, exportieren die meisten Waffen und haben den höchsten Rüstungsetat der Welt. Patrick Reiser wollte daher von Daniele Ganser wissen, wie man Kriege verhindern kann.

Dr. Daniele Ganser: Liebe, Wahrheit und Mut versus Kriegspropaganda (Chiemsee 21. September 2019)

Auf Einladung von Annette Müller sprach der Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser am Chiemsee in Bayern über die Werte Liebe, Wahrheit und Mut, welche die Friedensbewegung stärken. Gemäss Daniele Ganser werden im Rahmen der Kriegspropaganda absichtlich Informationen verbreitet, welche die Menschen in die Angst und Hilflosigkeit treiben. Die Informationen, die wir täglich aufnehmen, steuern unser Informationssystem. Wenn wir achtsam sind und Kriegspropaganda mit Wahrheit, Mut und Liebe begegnen löst sie sich auf.

Dr. Daniele Ganser: Medienkompetenz (Berlin 23.10.2015)

Der Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser sprach am 23. Oktober 2015 in Berlin über das Thema Medienkompetenz.

Ganser erklärt im Vortrag, dass heute in den Medien leider oft Kriegspropaganda verbreitet wird. Dies obschon das UNO-Gewaltverbot Kriege seit 1945 verbietet und sagt: Alle UNO-Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede Androhung oder Anwendung von Gewalt.

Um die öffentliche Meinung werde gekämpft, so Ganser. Mit der digitalen Revolution sei das Angebot an Information stark angewachsen. Das Internet für die breite Masse gibt es seit 1996, YouTube seit 2005, und das erste Smartphone von Apple wurde 2007 eingeführt.

Um Kriegslügen zu erkennen sei es wichtig, Zusammenhänge und Hintergründe zu erfahren. Dies sei über News nicht möglich, weil das Gehirn die kurzen Informationsstücke nicht vernetzen kann. Das Gehirn brauche lange Informationsketten, diese finde man in Büchern und Vorträgen. Meiden sie News, aber lesen Sie Bücher und hören Sie Vorträge, sind daher drei Ratschläge, die Ganser zum Thema Medienkompetenz seinen Zuhörern gibt.

Es sei zudem wichtig, dass jeder über Suchmaschinen wie Google oder YouTube seine Informationen selber suche, und nicht einfach warte, was ihm die Medienredaktion vom Spiegel oder der FAZ täglich vorsetze. Ganser erklärt, dass die Mainstream-Medien und die Alternativen Medien ganz unterschiedlich zur US-Aussenpolitik berichten. Es sei daher spannend, Spiegel-Berichte zu einem ausgewählten Thema mit solchen aus den NachDenkSeiten zu vergleichen, oder ARD mit RT-Deutsch, oder Pro7 mit KenFM. Sofort werde klar, dass es zu jeder Geschichte viele verschiedene Erzählungen gebe.

In seinem Fazit rät Ganser, Kriegslügen abzulehnen, die digitale Revolution zu nutzen, die Inhalte selber zu suchen, die Blickwinkle zu wechseln und die Quelle zu prüfen. Man müsse als Konsument auch wissen, dass zu viel Medienkonsum die Lebensfreude beeinträchtigen kann. Daher seien digitale Timeouts wichtig, so der Rat des Historikers.

Quellen:
https://www.danieleganser.ch/
https://community.danieleganser.online/